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Toronto & Niagara - Über Weihnachten in Kanada

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    • Toronto & Niagara - Über Weihnachten in Kanada

      Hallo zusammen,

      im Dezember letzten Jahres stand meine erste Fernreise an. Zusammen mit einem Freund ging es 1 Woche in die Millionenstadt Toronto.
      Da wir relativ spät gebucht haben (Anfang Oktober), wie es auch bei Maurice M. der Fall war, galt es erstmal das günstigste Flugangebot rauszusuchen.
      Auch wenn Aer Lingus mit ihrer 757 bis dato das günstigste Angebot vorlegte, entschieden wir uns doch für die deutsche Lufthansa, was sich als vorteilhaft rausstellen sollte.
      Allerdings ging es nicht direkt ab FRA nach Toronto, sondern ab Brüssel Zaventem. Der Feeder-Dienst ab Brüssel war nochmal um ein ganzes Stück günstiger.

      Die Reise nach Toronto begann eine halbe Stunde später, da mein Wecker nicht klingelte.. X/ Glücklicherweise hat dennoch alles gepasst vom Timing und wir sind pünktlich nach BRU abgefahren.
      An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Zufahrt früh Morgens am Flughafen dort die reinste Katastrophe ist. Alles drängelt sich auf einer 2-spurigen Straße zu den Parkhäusern und den Kurzzeitparkplätzen.

      Nach der Sicherheitskontrolle wurde erstmal das WLAN ausgetestet: Wir hatten noch reichlich Zeit bis zum Abflug.
      Es lies es sich noch gut aushalten und während die D-AIPK bei flightradar getracked wurde, stieg auch die Vorfreude auf den ersten Langstreckenflug!

      26,2 Jahre ist dieser Airbus schon alt..


      Im Anflug auf Frankfurt Nord-West Bahn bietet sich auf der linken Seite dieser traumhafte Ausblick auf den Flughafen.


      Nachdem im Airport der kurzen Wege das Gate B20 gefunden war, wartete die erste Überraschung auf uns.
      Beim boarding der D-ABVO (älteste 747 in der Flotte) kam uns aus dem Lesegerät ein kleiner Zettel entgegengeflogen. Dieser Zettel besagte, dass uns neue Sitze zugeteilt wurden. Geflogen wurde nun in der Business-Class.
      Unser Glück kaum fassend fanden wir dann in Reihe 12 Platz.

      Zweifellos konnte ich mir es nicht vorstellen jemals in der Business-Class zu fliegen, aber das machte meinen ersten Langstreckenflug unvergesslich.


      Nach der Landung in Toronto ging es relativ zügig an der Einreise Kontrolle vorbei und die Koffer waren dank dem erworbenen Priority-Status auch schon vor Ort.
      Mit der U-Bahn ging es dann in einer 1 stündigen Fahrt zur Union-Station, in welcher unmittelbaren Nähe unser Hotel lag. Beim schnellen Imbiss im Eaton-Center, Ontarios größter Mall, ließen sich bereits erste
      Eindrücke der Stadt und deren Leute gewinnen.

      Am Folgetag ging die erste Reise zum Dundas Square. Es gleicht dem Times Square New Yorks, allerdings deutlich kleiner.
      Trotzdem gilt der Platz als beliebtestes Ort Kanadas.


      Der Platz grenzt an das Eaton Center, dessen nördlicher Eingang sich in der linken Bildecke befindet.


      Weiter ging die Reise ins Zentrum von Toronto, wo sich das alte Rathaus der Stadt befindet. Hier befand sich der Sitz der Stadtregierung, bis 1966 ein neues errichtet wurde.


      Vor der Old City Hall steht noch ein Denkmal für die gefallenen Soldaten in den beiden Weltkriegen und dem Koreakrieg.


      Gleich um die Ecke befindet sich dann auch schon die neue City Hall..

      Weiter ging es in südlicher Richtung zur Harbourfront.


      Der Fußmarsch dahin führte am CN Tower vorbei, der natürlich das Herzstück in der Skyline Torontos ist.
      Dort werden einem zahlreiche Attraktionen geboten, unter anderem der Edge Walk. Bei genauem Hinsehen kann man gerade einer Gruppe dabei zusehen.


      Hin und wieder ließ sich auch die Sonne mal blicken.


      Weiter ging es in Richtung Chinatown. Hier reihen sich die Läden Haus an Haus und an jeder Ecke werden Souvenirs verkauft. Chinatown befindet sich westlich von Downtown Toronto und erstreckt sich zwischen Dundas Street West und Spadina Avenue. Man findet sich fast in einer eigenen kleinen Stadt in Toronto wieder.








      Blick entlang der Dundas Street West in Richtung Dundas Square.


      Der erste Tag in Toronto wurde nach insgesamt 16 Km Fußmarsch beendet.
      Trotz des bedeckten Wetters war es insgesamt ein guter Tag, wo wir viel von der Stadt gesehen haben. Der Wetterbericht für Heiligabend war dafür sehr vielversprechend. Es sollte der einzige durchweg sonnige Tag bleiben. Darum entschieden wir uns die Toronto Islands, sowie den CN Tower zu besuchen, um die Skyline bei best möglichen Wetter abzulichten.

      Los ging es am Fährhafen der Harbourfront, von wo die Fähren zu 3 möglichen Anlegestellen der Toronto Islands fahren.
      An den Feiertagen wurde aber nur der Hafen von den Ward Islands angefahren, welcher den längsten Fußweg zu unserem geplanten Spot bot.

      Auf der Fähre bot sich einem dann dieser Anblick:





      Weiter ging es nach der Überfahrt mit einem Fußmarsch zur Mitte der Islands. Immer wieder boten sich Möglichkeiten, die Skyline mit verschiedenen Motiven in Szene zu setzen.


      Man merkt das der CN Tower eine bedeutende Rolle in der Stadt einnimmt.


      Blick auf den Lake Ontario in Richtung Hamilton.


      Vorwiegend für Erholung und Touristenattraktionen gedachte bieten die Islands verschiedene Möglichkeiten zur sportlichen Aktivität, wie hier z.B. Rudern.
      Aber auch extravagante Betätigungen wie Frisbee Golf, wie es einst bei Schlag den Raab gespielt wurde, kann man hier spielen.


      Angekommen an einer Bank am Ufer, zeigte sich dann so richtig die Schönheit der Stadt.





      Ebenfalls sticht die weiße Kuppel des Rogers Centre aus der Ansammlung von Hochhäusern heraus.


      Natürlich sind mir in der Vergangenheit schon öfter die Bilder vom berühmten Billy-Bishop-Airport mit seinen spektakulären Anflug vor der Skyline Torontos aufgefallen.
      So habe ich darauf abgezielt eben genau dieses Bild zu knipsen und auf die nächste vollblut Kanadierin ließ sich nicht lange warten!


      Aufgrund eines Interpretationsfehlers des Sonderfahrplans der Fähren sind wir um einiges zu früh zum Fährhafen zurückgelaufen. Diesen Fehler haben wohl viele Besucher gemacht und so tümmelten sich schon
      eine menge Leute 1 Stunde vor Abfahrt am Hafen. Man merke also: Heiligabend steht wohl nicht unter dem Sonderfahrplan "Holidays". Die Zeit ging schnell rum, da ich wohl immer noch so begeistert von der Aussicht auf die Stadt war und jede Porter im Anflug geknipst habe. Doch es boten sich so immer wieder interessante Motive:


      C-GLQB...


      ...setzt sich gekonnt vor dem CN Tower in Szene!


      Schade war nur, dass so viel Zeit an dem Tag drauf ging, da noch der Besuch auf dem CN Tower anstand.


      Bei der Überfahrt habe ich natürlich auf diesen Moment gehofft und es kam wirklich so. Die Dash schwingt sich über unseren Köpfen für eine weitere Landung auf dem City Center Airport rein.


      Auch wenn es relativ spät geworden ist bis wir den CN Tower betraten, stand die Sicht aus 500 Metern Höhe der von den Islands in keinster Weise nach.
      Ob wir beim Kauf der Karten auch einen Priority Status erlangt haben ist fraglich, jedoch wurden wir von einer Mitarbeiterin geschnappt und in einen Fahrstuhl gesteckt der nur uns direkt nach oben fuhr, was uns das Warten an der langen Schlange ersparte.


      Billy Bishop Airport in der Dämmerung:


      Und natürlich Downtown Toronto mit seinem financial District.


      Durch die Halle der Union Station ging es zurück zum Hotel.


      Hier mache ich mal einen Cut, weiter geht's im zweiten Teil...
      Meine Bilder auf flickr.com & airliners.net

      Cameras: Nikon D5200 Lenses: Nikon 18-105 F3.5-5.6 ED VR | 70-200 F2.8 ED VR I | 200-500 F5.6 ED VR
    • Der 1. Weihnachtstag sollte am Toronto Pearson Airport verbracht werden. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es zur Mittagsstund' mit dem Bus Richtung Spotting Point 24L/R.
      An dieser Stelle lasse ich die Bilder mal weites gehend unkommentiert.

      C-GHLT


      N949AT


      N709EV


      OK-TVU


      C-GWEU


      C-FIVM


      C-GKON


      C-FMZR


      Froh noch eine US Airways erwischt zu haben, wenn auch im Kleinformat: N802MD


      Ich sah nur Cubana bei Flightradar und habe auf etwas exotisches gehofft, doch es kam nur ein weißer A320 bei rum: LY-VEQ


      Da die Heavy-Welle anstand und ich auch über die berühmte Petro-Canada Tankstelle informiert war, bin ich kurzerhand einmal quer durch den kompletten Flughafen marschiert.
      Die Sonne war schon fast rum, deswegen musste ich auch den ISO-Wert etwas mehr hochschrauben um ein aktzeptables Bild zu bekommen. Die Air Canada 787 um 1 Minute verpasst und den EK Moppel verpatzt,
      sollte es nun die Air France Triple 7 machen.


      Weiter ging es am nächsten Tag im Eaton-Centre. Denn es war Boxing-Day und die Preise purzelten nur so in den Keller. Das lockt natürlich viele Menschen an und wir stürzten uns einfach mal ins Getümmel.
      Ich persönlich fand nichts ansprechendes, allerdings bin ich auch nicht ganz der Fan von Dauershopping. Nach dem Mittagessen besuchten wir bei abermals bedeckten Wetter den Distillery District.
      Berühmt für die Bauten aus der viktorianischen Zeit und die damit besondere Atmosphäre ist es auch ein Drehort für diverser Filme.














      Man merkte das volle Programm und die langen Fußmärsche nach den 3 Tagen schon sehr, somit ging es auch nach einem leckeren Essen in Greek Town auch wieder ins Hotel zurück.


      Das Flatiron Buildung nahe dem financial District.


      Am vorletzten Tag in Kanada stand dann der Besuch der Niagara Fälle an. Um 9 Uhr startete der Greyhound Bus nach Niagara.
      Das boarding des Busses war eine absolute Katastrophe und man konnte sich denken wie die 2 Sterne Bewertung ihren Ursprung hat. Die Fahrt an sich war ok, die Landschaft zog am Fenster vorbei und nach 1 Stunde
      war man schon am Ziel angekommen. Ich persönlich hatte mir die Stadt um die Niagara Fälle anders vorgestellt, denn als wir aus dem Bus ausstiegen kam man sich vor wie auf dem Rummelplatz. An jeder Ecke stopften sich die Gruselkabinette und "Attraktionen". Da hatte ich mir schon etwas seriöseres vorgestellt. Da mir das ganze etwas bider war, gibt es keine Bilder davon.

      Angefangen wird somit bei den Fällen. Im ersten Augenblick ist es einfach überwältigend wie viele Kubikmeter an Wasser da tag tägliche runterfließen. Hier zu sehen die kanadische Seite der Niagara Fälle.


      Die American Falls:


      Und mit Blick auf die Stromschnellen.


      Der Horseshoe Fall, der die USA von Kanada trennt.


      Die Wasserdurchfluss kann reguliert werden, so wird Nachts das Wasser umgeleitet Zwecks Stromgewinnung. Per Schalter wird dann die Touristenattraktion morgens wieder "angeschaltet".


      Die Fälle ziehen augenscheinlich jede Menge Besucher an, auch bei diesem Wetter.


      Wir besuchten noch den Skylon-Tower, der auf dem vorherigen Bild zusehen ist. Von hier hat man eine gute Übersicht der Dinge und bei guten Tagen kann man auch bis nach Toronto rübersehen.


      Und nun die Niagara Fälle in einem Bild:


      Bei Beginn der Rückfahrt rückte dann der erste Schneefall an. Die deutschen Autofahrer sollten sich von den Kanadiern mal eine Scheibe abschneiden, denn hier scheint der Verkehr bei Wind und Wetter zu funktionieren.
      In Toronto zurück waren die Straßen zugeschneit und es war *rschkalt. Ein perfekter Grund das unterirdische Tunnelsystem PATH zu testen. Das insgesamt 27 Kilometer lange Tunnelsystem gehört zu den größten Untergrundstädten. Angefangen am Busbahnhof am Dundas Square verläuft es nach Süden bis zum Convention Centre an der Union Station, was 3 Kilometer auseinander liegt.

      Der Tag des Abflugs war gekommen und wir haben natürlich wieder gehofft ein Upgrade in die Business zu bekommen, aber das wäre wohl zu viel des Guten gewesen.
      Pünktlich ging es mit der D-ABVO zurück nach Frankfurt wo wir um 07:25 auf der 07R aufsetzten. Unser Anschlussflug ging am Gate A40, was am äußersten Ende des A Flugsteigs liegt.
      Gewünscht habe ich mir auch den ersten Flug mit einem A320SL, was mir D-AIUL auch erfüllte.

      Die Autofahrt von Brüssel ins heimische NRW ging wie im Flug, da ich auf den Flügen kein Auge zu bekommen habe musste einiges an Schlaf nachgeholt werden. Was sich vielleicht als Fehler herausstellte, da ich dann mit einem kleineren Jetlag zu kämpfen hatte.

      Ich hoffe euch gefällt mein Bildbericht zu meiner Reise und hoffe das ich bald einen weiteren nachlegen kann. Denn die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen haben Lust auf mehr gemacht.

      Gruß,
      Daniel
      Meine Bilder auf flickr.com & airliners.net

      Cameras: Nikon D5200 Lenses: Nikon 18-105 F3.5-5.6 ED VR | 70-200 F2.8 ED VR I | 200-500 F5.6 ED VR
    • Hallo Sören,

      danke für dein positives Feedback.
      Der Schein trügt hier. Toronto bietet vielfältige Architekturen! Abseits des für Toronto typischen Bay-And-Gable-Stils lassen sich immer wieder die verschiedensten Bauwerke bewundern, auch wenn diese im Bildbericht leider nicht gezeigt wurden (Darunter die Universität, Art Gallery of Ontario und der BCE Place).
      Zudem sei auch gesagt, dass ich Toronto als sehr saubere Stadt wahrgenommen habe, was ich als besonders positiv ansehe.

      Gruß,
      Daniel
      Meine Bilder auf flickr.com & airliners.net

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    • Hi Daniel!

      Ein ganz ganz toller Bericht mit wunderschönen Bildern! Ich war vor zwei jahren im September in Toronto. Von der Stadt haben wir aber kaum was gesehen, wir waren nur im CN Tower essen und einen Tag haben wir am Flughafen verbracht. Aber die Niagarafälle haben wir uns auch ausgiebig angeschaut, die würde ich gerne mal richtig vereist sehen.
    • Hey Daniel,

      auf den ersten Blick wirkte die Stadt nun wie viele der anderen nordamerikanischen Städte auch (zumindest, wie ich sie mir vorstelle). Aber wie du schon schriebst, lässt sich vieles auch nicht immer so schön festhalten und es zählen ja auch immer die vielen Eindrücke, die man auf so einer Reise sammelt. Und Sauberkeit ist ja auch schon mal viel Wert. :thumbup:

      VG Sören
      Viele Grüße, Sören
      AMLUH5G - Aviation and more